Muskelkater kann man sich als kleine Schwellungen des Muskels vorstellen, Schwellungen schmerzen, aber wie kommen sie in den Muskel?
Es gibt zwei verschiedene Muskelfasertypen vereinfacht nennen wir sie einfach Ausdauer- und Kraftfasern. Kraftfasern sind aufgrund ihres Aufbaus empfindlicher gegenüber Schädigung (für die Wissbegierigen: aufgrund der Z-Streifen).

Wird ein Muskel überbelastert, werden mikrotraumatische Muskelzellenveränderungen erzeugt. Diese schwellen dann an, ähnlich wenn man sich stößt, nur halt mikroskopisch klein.
Diese Schwellungen drücken auf das umliegende Bindegewebe, welches einen Schmerz ans Hirn weiterleiten. Dieser Effekt wird noch verstärkt durch Entzündungsmediatoren, die in den kleinen Muskelverletzungen freigesetzt werden.

Was also tuen, wenn der Muskelkater nun da ist?

Auf keinen Fall die gleichen Regionen weiter trainieren, denn durch Training sind sie ja entstanden. Besser ist es, die Durchblutung im jeweiligen Bereich verbessern, hier hilft beispielsweise Sauna oder eine heiße Dusche und vor allem Ruhe, nur so kann der Muskel richtig regenerieren. Massagen, Dehnen und sonstige äußeren Belastungen verstärken schlimmstenfalls den Muskelkater.

Wichtig fürs training

Um die Hypertrophie (Muskelverdickung/Zellenverdickung) zu fördern, bzw altersbedingtem oder abnehmbedingten Abbau entgegenzuwirken, müssen Trainingsreize gesetzt werden. Hier muss nun ein Optimum zwischen den genannten kleinsten Verletzungen und der Regeneration des Muskels gefunden werden. Diesen Punkt muss jeder für sich selber herausfinden, wie hart er seine Muskeln subjektiv belasten darf, um den größten Trainingserfolg zu erzielen. Oft ist weniger mehr, auch braucht man nicht immer Muskelkater. Zu starker Muskelkater ist auch wiederum schlecht, da der Muskel eventuell zu stark gereizt wurde. Daher langsam rantasten und merken, bei welcher Trainingsbelastung und Trainingspausen die besten Erfolge erreicht werden.

 

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