Als Ernährungsplan wird eine schriftliche Form der Lebensmittelplanung für mindestens einen Tag angesehen.

Ernährungspläne beschreiben, welche Menge eines jeden Nahrungsmittel an einem Tag zu einer gewissen Tageszeit verzehrt werden sollen. Üblicher Weise werden diese in Gramm angegeben. In der Ernährungstherapie werden teilweise auch andere Einheiten benutzt, z.B. ein Glas, eine Hand, ein Tellerabschnitt. Je nachdem welche Einheit gewählt wird, ist der Ernährungsplan mehr oder weniger genau

Bei der Ernährungsplanerstellung müssen einige Regeln für eine gesunde Ernährung beachtet werden. Werden diese nicht berücksichtigt, kann sich der Ernährungsplanerstellende im Ernstfall (z.B. Gesundheitliche Schäden) gegenüber Dritten strafbar machen.

Ein Ernährungsplan muss sämtliche essentielle Nährstoffe decken. Dazu zählen neben Vitaminen und Mineralstoffen ebenso die Makronährstoffe Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße. In der Regel werden Vorgaben von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), der World Health Organization (WHO) bzw. der Referenzwerte der Ernährungsinstitutionen Deutschland, Österreich und die Schweiz (D-A-CH) angenommen. Die D-A-CH Referenzwerte beschreiben beispielsweise Mindest-Zufuhrempfehlungen für Nährstoffe.

Das Ziel eines Ernährungsplanes ist es eine Person schrittweise zu seinem Ziel zu führen. Das Ziel kann entweder Gewichtszunahme, Gewichtsreduktion oder Gewichterhaltung sein. Darüber hinaus dient er dazu den Gesundheitsstatus einer Person (z.B. Verdauungsbeschwerden oder nach Operation), das Allgemeine Wohlbefinden (z.B. Hautbild oder Kopfschmerzen) zu verbessern. Ernährungspläne sollten an die Bedürfnisse der Person angepasst sein, um so zu gewährleisten, dass es der Person einfach hält sich daran zu halten.

Entgegen der Meinung einiger Personaltrainer muss ein Ernährungsplan nicht nur „gesunde“ Lebensmittel enthalten. Viele Personen schaffen es nicht, ihre übliche Ernährung komplett zu ändern. Eine vollkommene Änderung wäre nicht zielführend. So werden Personen gelegentlich auch Abweichungen vom Ernährungsplan toleriert. Dies wäre für den Fußballfan beispielsweise sein Bier zum Spiel und für die Frau ihr Stück Schokolade an stressigen Tagen. Die Einplanung von Abweichung muss aber im Einzelfall und gegeben falls in Zusammenarbeit mit dem betreuenden Arzt durchgeführt werden.

Ernährungspläne für gesunde Personen dürfen theoretisch alle Menschen erstellen. Risikogruppen, wie zum Beispiel stark Adipöse oder Personen mit Diabetes mellitus Typ 1 oder 2, dürfen nur von bestimmten ausgebildeten Berufsgruppen durchgeführt werden. Diese wäre zum Beispiel lizenzierte Diätassistenten oder Ökotrophologen.